Google wurde vor allem durch die gleichnamigeSuchmaschineGoogle bekannt. Das Unternehmen wurde am 4. September 1998 vonLarry Page undSergey Brin gegründet. Noch am selben Tag brachten sie eine Testversion des Programms auf den Markt, und im selben Jahr ging die Suchmaschine ans Netz. Das Unternehmen bekundet, „die Informationen dieser Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen“.[2]
Die Suchmaschine des Unternehmens erhielt weltweit etwa 80 % aller Desktop-Suchanfragen des Internets (Stand: Januar 2022).[3] Die MarkeGoogle gehört seit Jahren zu denwertvollsten Marken der Welt.[4][5]
Google gehört seit dem 2. Oktober 2015[6] zu Alphabet. Durch eine Umstrukturierung wurden die Google-Aktien in Alphabet-Aktien umgewandelt und das Unternehmen in mehrere Subunternehmen, welcheAlphabet Inc. zugehören, aufgeteilt.[7][8] Das Kerngeschäft der Online- und Internetdienste wurde unter dem NamenGoogle fortgeführt. Der vorige Google-ChefLarry Page wechselte zusammen mitSergey Brin an die Spitze der neu geschaffenen Holding. Die Führung vonGoogle übernahmSundar Pichai.[9]
Google bietet eine Vielzahl von größtenteils werbefinanzierten kostenlosen Dienstleistungen imWorld Wide Web an. Dabei handelt es sich vor allem um die Suche auf verschiedenen Datenquellen. Häufig werden neue Einzeldienste ins Angebot aufgenommen, manchmal als Resultat von Unternehmenseinkäufen. Dabei wird eine neue Dienstleistung oft mit dem ZusatzBeta versehen, um anzuzeigen, dass sie noch nicht ausgereift sei. Google wurde dafür kritisiert, dass manche Dienstleistungen den Beta-Status sehr lange behalten.[10] Zudem wurden im Laufe der Zeitzahlreiche Dienste abgeschaltet.[11]
Textdokumente im Web – Die bekannteste und meistgenutzte Dienstleistung ist die Volltextsuche von Dokumenten im World Wide Web. Neben dem im Web üblichenHTML-Format durchsucht Google auch andere Dokumenttypen wiePDF,PostScript oder das Doc-Format vonMicrosoft Word. Ein Faktor bei der Gewichtung der Suchergebnisse ist dieLinkpopularität. Der vollständige Algorithmus wird jedoch von Google geheim gehalten, um ein Kopieren der Dienstleistung einerseits und eine irreführende Optimierung kommerzieller oder anderer Seiten auf die Google-Suche andererseits zu erschweren.
Bilddateien im Web – Um nach Bilddateien zu suchen, verwendet Googles Bildersuche Wörter im Dateinamen sowie in HTML-Dokumenten, die Bilder verwenden. Es werden dieGrafikformateJPEG,PNG undGIF unterstützt. Eine Suche nach Bildinhalten ist auch möglich.
Produkte – MitGoogle Shopping, ehemalsFroogle, kann man nach bei Online-Händlern angebotenen Waren suchen. Insbesondere ist ein Preisvergleich möglich.
Bücher undWissenschaftliche Werke –Google Books ist ein Suchdienst, mit dem eigeneDigitalisate und Onlinebücher im Volltext durchsucht werden können.Google Scholar ist ein ähnlicher Dienst, der auf wissenschaftliche Veröffentlichungen spezialisiert ist.
Videos –YouTube ist ein umfangreicher Dienst mit zahlreichen Videos.
Musik – YouTube Music stellt Musik auf YouTube gesondert zur Verfügung, im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements auch offline.
Karten – Der Online-AtlasGoogle Maps beinhaltet Straßenkarten, bekannte Orte und eine Vielzahl anderer ortsbezogener Informationen. Google bietet eineProgrammierschnittstelle, mit der in Websites Karten und Routenplaner integriert werden können.Google Earth ergänzt das Angebot um einen virtuellen Globus.
Nachrichten – Der Inhalt von Nachrichten-Websites wird von Google besonders häufig abgerufen. UnterGoogle News wird dann auf diese Artikel – gruppiert nach Themen, bestimmten Ereignissen und geordnet nach ihrer Bedeutung – verwiesen. So kann der Leser verschiedene Artikel zu einem Ereignis schnell auffinden.
Webseiten –Google Sites ist ein Webhoster, bei dem man als registrierter Benutzer seine eigene Webseite erstellen und veröffentlichen kann.
Soziale Netzwerke –Orkut undBuzz standen in Konkurrenz zu anderen Gemeinschaftsportalen bzw.Online-Kontaktnetzwerken wieFacebook undTwitter. Nach dem geringen Erfolg von Buzz wurde es zugunsten des NachfolgersGoogle+ eingestellt. Im Jahr 2016 stellte Google außerdem den Dienst Spaces vor. Er dient zum Teilen und Kommentieren von Bildern, Texten und Videos.
Messaging –Google Hangouts, früher Google Talk, ist ein Messenger zum Austausch von Textnachrichten und Videotelefonie.
Übersetzung – Eineautomatische Übersetzung zwischen einigen Sprachen wird für Webseiten angeboten.
Office-Suite – Mit den Anwendungen Docs, Tabellen und Präsentationen stellt Google einOffice-Paket für Chrome, Android undApple iOS bereit. Die Applikationen arbeiten eng mit dem Online-SpeicherGoogle Drive zusammen, können neben Dokumenten im Google Format aber auch Microsoft-Office Dateien öffnen. Diese Funktionalität macht auch das für Unternehmen entwickelteG Suite attraktiv. Neben Google Drive können hier auch andere Dienste wie Gmail kostenpflichtig mit erweiterten Funktionen genutzt werden.
Usenet – Google besitzt mitGoogle Groups ein umfangreiches Archiv vonNewsgroup-Artikeln, welche bis 1981 zurückreichen. In den Beiträgen der verschiedensprachigen Diskussionsforen kann nach Begriffen und Autoren gesucht werden. Die Version 2 ermöglicht außerdem das Anlegen von eigenen Diskussionsforen, allerdings unabhängig vom Usenet.
Betriebssysteme und Browser – Google bietet die kostenlosenBetriebssystemeChromeOS undAndroid sowie den WebbrowserGoogle Chrome an. Ab 2011 sollte zudem der Android-AblegerGoogle TV verbreitet werden. 2014 folgte die Einstellung vonGoogle TV und dessen NachfolgerAndroid TV startete.
Google verkauft für beliebigeSuchbegriffe das Einblendengesponserter Links im Rahmen seines Google-Ads-Programms. Diese reine Textwerbung ist optisch speziell hervorgehoben, so dass der Benutzer sie von den eigentlichen Suchergebnissen unterscheiden kann. Auf diese Weise wird Werbung angezeigt, die inhaltlich zur Suchanfrage passt und somit den werbenden AdWords-Kunden mit der Benutzerklientel zusammenbringt, die mit höherer Wahrscheinlichkeit an seinen Produkten und Dienstleistungen interessiert ist. Der Kunde legt die maximale Vergütung pro Klick selbst fest, wobei eine höhere Vergütung eine höhere Position gegenüber konkurrierenden Anzeigen erzielen kann.
Zusätzlich entstehen Gewinne durch das Google AdSense-Partnerprogramm. Dies ist eine kontextabhängige Werbung, die Webmaster auf ihren Webseiten einbinden können. Hierüber können seit Mai 2004 auch grafische Werbebanner in vier Standardgrößen platziert werden. Seit Juni 2005 können die Kunden über das „Site Targeting“ außerdem gezielt auf bestimmten Seiten werben, statische und animierteWerbebanner einsetzen und diese über die Zahl der Abrufe bezahlen. Bislang war nur eine Bezahlung pro Klick möglich.
Google behält sich eine Deaktivierung eines AdSense-Kontos ohne Angabe von Gründen vor.
Google hat geäußert, sich nicht auf die Werbung im Internet beschränken, sondern mittel- und langfristig am Werbemarkt insgesamt partizipieren zu wollen. Angestrebt wird, AdSense zu einem medienübergreifenden Werbenetzwerk, in das neben der Internetwerbung auch die klassischen Medien Print, Radio und Fernsehen einbezogen sind, auszubauen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Google ohne neue Umsatzquellen bald an Grenzen für die weitere Expansion stoßen könnte. 95 Prozent der weltweiten Werbeumsätze werden nach wie vor in den klassischen Medien getätigt.
Google hat insbesondere in den USA bereits vielfältige Aktivitäten entwickelt. So bestehen Kooperationen und Pilotprojekte mit Presse- und Radiounternehmen, um den Einsatz der Google-Werbekonzepte auch in diesen Sektoren zu testen. Im digitalen, rückkanalfähigen Fernsehen hofft Google, ein Werbeinstrument lancieren zu können, das eine individuelle Werbeansprache der Zuschauer ermöglicht, was als wesentliche Innovation im Werbefernsehen angesehen würde. Auch bei mobilen Datendiensten möchte Google sein AdSense-System durchsetzen.[12]
Das aufLinux basierendeAndroid[13] ist mit einem Marktanteil von 74,6 % das erfolgreichste mobile Betriebssystem der Welt[14] und wird seit 2007 in der von Google gegründetenOpen Handset Alliance entwickelt. Es ist offener als der nächstgrößte KonkurrentiOS vonApple, und es gibt weitaus mehr unterschiedliche Geräte mit dem Betriebssystem.[15]
Im SegmentSmartwatch ist Google LLC mit dem BetriebssystemWear OS vertreten, der Marktanteil ist hier jedoch weit hinterWatchOS (Apple); auch die HerstellerSamsung undHuawei nutzen Wear OS nur teilweise.[16][17]
ChromeOS ist ein ursprünglich speziell für die Benutzung vonWebanwendungen ausgelegtes Betriebssystem, welches aber inzwischen auch native Anwendungen unterstützt. ChromeOS basiert auf demquelloffenen, ebenfalls von Google entwickelten BetriebssystemChromium OS.
Google hat mit derPixel-Reihe eine eigene Hardware-Produktlinie, die unter anderem Smartphones, Wearables und Notebooks umfasst. Die Herstellung der Geräte wird dabei zu einem großen Teil vonFoxconn übernommen. Bereits in der Vergangenheit verfügte Google mit derNexus-Reihe über eine eigene Produktlinie mit Smartphones und Tablets, wobei diese dabei von Smartphone-HerstellernSamsung,Motorola oderHTC produziert wurden.
Seit seiner Gründung hat Google seinen Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert, siehe Tabelle. 2010 erzielte es einen Umsatz von 29,3 Milliarden US-Dollar und machte einen Gewinn von 8,5 Milliarden US-Dollar. Den größten Teil der Einnahmen nahmen dabei die Werbedienste mit 28,236 Milliarden US-Dollar ein. Weitere Einnahmen erfolgten unter anderem durch Lizenzierungen. 66 % der Einnahmen erfolgten über Google-Webseiten, 30 % über Google-Network-Seiten und 4 % über andere Quellen. Im vierten Quartal 2012 belief sich der Umsatz von Google auf 14.419 Millionen US-Dollar.[20]
Google operiert größtenteils in Industrieländern. Um die dort geltendenSteuern auf Gewinne zu umgehen, transferiert Google Gewinne mittelsVerrechnungspreisen überIrland in dieNiederlande und anschließend nachBermuda. Dadurch zahlte Google in den Jahren 2007 bis 2009 auf seine Gewinne außerhalb der USA nur einen effektivenSteuersatz von 2,4 % und umging in diesem Zeitraum Steuerzahlungen in Höhe von ungefähr 3,1 Milliarden US-Dollar.[21] 2010 betrug der effektive Steuersatz laut einer Schätzung rund 3 %.[22] In den USA selbst betrug um das Jahr der effektive Steuersatz auf die ausgewiesenen Gewinne 22,4 %. GooglesSteuervermeidung ist oft kritisiert worden; ebenso Regierungen, dieSteuerschlupflöcher nicht stopfen.[21][23]
2016 transferierte Google rund 16 Milliarden Euro nachBermuda und 2017 fast 20 Milliarden Euro.[24]
Gemäß Angaben des Konzerns imBundesanzeiger zahlte dieGoogle Germany GmbH (Hauptsitz in Hamburg) im Jahr 2014 Einkommen- und Ertragsteuern in Höhe von 12,9 Millionen Euro. Der Umsatz für Deutschland wurde mit 279 Millionen Euro angegeben und ein Bruttogewinn von 22 Millionen Euro ausgewiesen. Laut Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schätzt dieVG Media den Jahresumsatz auf bis zu 5 Milliarden Euro. Laut dem Geschäftsbericht dient die Tochtergesellschaft in Deutschland „im Wesentlichen als Servicegesellschaft“ für die NiederlassungenGoogle Ireland Ltd in Dublin und für den Hauptsitz in den USA. Die Gewinne werden dort und nicht in Deutschland zu anderen Konditionen versteuert.[25]
Googles Muttergesellschaft Alphabet beschäftigte am 31. März 2024 nach eigenen Angaben 183,323 Mitarbeitende.[26]
Die genaue Zahl der Mitarbeiter, die speziell für Google arbeiten, wird zwar nicht veröffentlicht, aber es ist bekannt, dass Google einen erheblichen Teil der Belegschaft von Alphabet ausmacht. In Mountain View, Kalifornien, wo sich der Hauptsitz von Google befindet, beschäftigte Google im Jahr 2024 etwa 24.700 Menschen, was 20,4 % der Gesamtbeschäftigung der Stadt entspricht.
1995 begegneten sichLarry Page undSergey Brin an derStanford University.[30] Sie konzipierten die SuchmaschineBackRub,[31] einen Google-Vorläufer. Sie wurde nach denBacklinks benannt, die zur Bestimmung der Wertigkeit einer Webseite analysiert werden.[32] 1997 benannten Page und Brin die Suchmaschine inGoogle um. Die Herkunft des Namens ist auf die unter dem englischen Namen „Googol“ bekannte (sehr große) Zahl zurückzuführen, die für die nahezu unendliche Menge an Informationen im Internet steht.[33] Im Jahr 1998 äußerten Internetportale jedoch Desinteresse an der entwickelten Suchtechnik. Im August 1998 stellte der InvestorAndreas von Bechtolsheim nach einer zehnminütigen Präsentation der Suchmaschine einenScheck über 100.000 US-Dollar aus.[34] Da Bechtolsheim annahm, die Firma heiße wie das Produkt, setzte er als Empfänger „Google Inc.“ ein. Ein solches Unternehmen existierte aber bis dahin nicht.[35][36] Larry Page und Sergey Brin ließen das Unternehmen unter diesem Namen registrieren, damit der Scheck eingelöst werden konnte.[37] In einer Garage[38] gründeten sie am 4. September 1998 inMenlo ParkGoogle Inc. Mit einem Startkapital von 1.100.000 US-Dollar, aufgebracht von den Familien, Freunden und Andy Bechtolsheim, entwickelten und veröffentlichten sie die erste Testversion des Programms. Fünf Monate später bezog Google mit acht Angestellten ein Büro inPalo Alto. Etwa 500.000 Suchanfragen wurden nun täglich verzeichnet. Nachdem seit September 1999 (laut Google erst Mai 2002[39])AOL undNetscape mit Google zusammenarbeiteten, versechsfachten sich die Suchanfragen. Ein Grund für den ersten Erfolg von Google war, dass andere Suchmaschinen, vor allemAltaVista, bei der Suche nicht schlechter waren, jedoch 1999 ihre Seiten zu umfangreichen Webportalen ausbauten. Bei den damals noch üblichen langsamen Internet-Verbindungen hatte die einfach aufgebaute Google-Seite deutliche Vorteile.[40][41]
Im Februar 2003 übernahm Google dieBlogging-PlattformBlogger.com des UnternehmensPyra Labs, das zu dieser Zeit schon hunderttausende Nutzer zählte.[43]
Im April 2003 kaufte Google das UnternehmenApplied Semantics, Inc. und integrierte die erworbene Technik später inGoogle AdSense. Applied Semantics hatte zuvor für Kunden wieOverture mit Hilfe einer KeyWordSense genannten Technik die semantische Bedeutung einer Webseite erkannt und gezielte Werbeeinblendungen ermöglicht.[44] Im Juni 2003 begann Google sein AdSense-Werbeprogramm, im Rahmen dessen auf teilnehmenden Websites themenrelevante Werbeanzeigen eingeblendet werden.
Am 28. März übernahm Google dieUrchin Software Corp. Später entstand daraus das ProduktGoogle Analytics.[47]
Am 11. Mai gab Google die Übernahme vonDodgeball, einem mobilen sozialen Netzwerk, bekannt.[48] Hieraus wird später der DienstGoogle Latitude.[48][49]
Im August wurde der Kauf vonAndroid Inc. bekanntgegeben.[50] 2008 veröffentlichte Google die erste Version desAndroid-Betriebssystems für Mobilgeräte.
Am 21. Dezember gab Google den Erwerb von 5 % der Aktien vonAOL Time Warner bekannt.
Im Jahr 2005 wurde Google erstmals auf derForbes-Liste geführt, es gelang auf Anhieb der Sprung auf Platz 38. Der Unternehmenswert wurde auf etwa 55 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Am 9. März übernahm der Konzern die Start-Up-FirmaUpstartle, LLC mit deren ProduktWritely. Später entstand hieraus und aus den Technologien der 2007 erworbenen UnternehmenTonic Systems[51] undZenter[52]Google Docs (heute: Google Drive).
Am 14. März kaufte Google das Unternehmen@Last Software zur Integration von 3D-Skizzen inGoogle Earth.[53] Das Produkt nennt sich späterGoogle SketchUp.
Am 29. Juni startete Google das BezahlsystemGoogle Checkout.
Am 30. August startete Google seinen ServiceGoogle Books für das Herunterladen nicht mehr urheberrechtlich geschützter Bücher.
Am 9. Oktober übernahm Google für 1,65 Mrd. US-Dollar das Internet-VideoportalYouTube.[54]
Am 1. November kaufte Google die Wiki-Start-Up-FirmaJotSpot Inc. Später wurde hierausGoogle Sites.[55]
Google durfte nach einem Gerichtsurteil vom 14. Februar 2007 in Belgien die Artikel nationaler Tageszeitungen nicht mehr veröffentlichen und musste 3,45 Mio. Euro Geldstrafe bezahlen.[56]
Im März 2007 wurde die von dem SchwedenHans Rosling entwickelte Software Trendalyzer (früherGapminder genannt) durch Übernahme des gleichnamigen Unternehmens erworben. Mit Trendalyzer ist es möglich, statistische Werte zu visualisieren. Einige Komponenten der Software wurden für die allgemeine Benutzung durch die Visualisierungsschnittstelle zur Anwendungsprogrammierung (Google VisualizationAPI) verfügbar.[57]
Am 13. April 2007 übernahm Google das Online-WerbenetzwerkDoubleClick, Inc., einen der größten Online-Werbevermarkter, für 3,1 Milliarden US-Dollar und überbot damit unter anderem die Mitbieter Microsoft und Yahoo.[58] Die DoubleClick-Technik wurde später inGoogle AdWords integriert. Google dominiert damit den Markt für Onlinewerbung mit 80 % Marktanteil; die Konkurrenzunternehmen Microsoft undAT&T appellierten deshalb an die Kartellbehörden.[59]
Am 23. April war Google Schätzungen zufolge die wertvollste Marke der Welt vorGeneral Electric,Microsoft undCoca-Cola.[60] Drei Tage darauf konnte Google auf die meisten Besucher im Internet vor Microsoft, Yahoo, Time Warner, eBay und Wikipedia verweisen.[61]
Am 30. Mai kaufte der KonzernPanoramio, ein Start-Up-Unternehmen, das sich auf die Verbreitung geolokaler Digitalfotos spezialisiert hatte. Diese Fotos können nun inGoogle Earth undGoogle Maps angezeigt werden.
Am 3. Juli übernahm das Unternehmen den kalifornischen TelefondienstleisterGrandCentral Communications. Hieraus entstand dasVoIP-ProduktGoogle Voice.[62]
Im März präsentierte Google seinen Dienst für elektronische Patientenakten namensGoogle Health.
Am 23. Juli ging mitKnol ein Wissensportal in die öffentliche Testphase.
Im September wurde ein von Google entwickelter Browser namensGoogle Chrome vorgestellt.
Google wurde exklusiver Sponsor eines Satelliten namensGeoEye-1, der aktuelle hochauflösende Satellitenfotos für Google Earth und Google Maps liefert.[63][64] Beim Start des Satelliten waren die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin anwesend.[65]
Seit März können Werbekunden von Google überInterest Based Ads mittels interessenbasierter Anzeigen (sieheTargeted Advertising) Konsumenten gezielter ansprechen.[66][67][68]
Am 31. März 2009 startete Google eine eigene Beteiligungsgesellschaft mit einem Risikokapital in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, um dieses in erfolgversprechende Start-Up-Unternehmen aus allen Wirtschaftsteilen zu investieren. Der Schwerpunkt der Finanzinvestments liegt laut Aussage derGoogle-Ventures-Managing-PartnerRich Miner undBill Maris in den Bereichen Software, Umwelttechnik, Biotechnologie, Gesundheitswesen und Internettechnologien für Verbraucher.[69][70][71]
Im Mai 2009 wurde mitGoogle Wave ein internetbasiertes System zur Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit vorgestellt. Die Entwickler stammen aus der Firmenübernahme vonWhere2 LLC aus dem Jahr 2004, aus dem Google Maps entstand.
Im Juni wurdeGoogle Squared veröffentlicht, eine experimentelle Suchmaschine, die Suchergebnisse im Tabellenformat liefert und versucht, automatisch Struktur in unstrukturierte Daten aus dem Web zu bringen.[72][73]
MitChrome OS wurde ein für Computer konzipiertes Betriebssystem vorgestellt, das auf demLinux-Kernel basiert und den integrierten WebbrowserGoogle Chrome als Hauptplattform für Webanwendungen nutzt. Google Chrome OS wurde wieAndroid als Open Source verfügbar gemacht.[74]
Google Book Search strebte in den USA eine rechtliche Einigung überCopyright-Verletzungen bei eingescannten Büchern an. Gleichzeitig sollte darüber die bisherige Praxis der Copyright-Verletzung legalisiert werden und eine Nutzungsvereinbarung mit weltweit allen Buchautoren und Rechteinhabern getroffen werden, sofern sie dem Vergleichsvorschlag, dessen Einspruchsfrist der 8. September 2009 war, nicht widersprechen (sieheGoogle Book Settlement).
Am 16. September 2009 gab Google bekannt, den führendenCaptcha-SpezialistenreCAPTCHA übernommen zu haben. Damit ergab sich für Google die Möglichkeit, die eigenen Aktivitäten zur Digitalisierung von Handschriften und Büchern, z. B. im Rahmen vonGoogle Bücher, zu unterstützen.
Seit Februar bietet dasGoogle Art Project die Möglichkeit, virtuelle Rundgänge durch bedeutende internationale Kunstmuseen zu unternehmen und ausgewählte Kunstwerke in sehr hoher Auflösung und mit Zoomfunktion zu betrachten. Zusätzliche Informationen zu den Werken und Künstlern werden am Bildrand eingeblendet.[76]
Ende März wurde der DienstGoogle+ vorgestellt. Ähnlich demGefällt mir-Button vonFacebook können Nutzer Suchergebnisse und Anzeigen mit dem+1-Button markieren, um andere Nutzer auf dieses Ergebnis aufmerksam zu machen.
Google startet in AmerikaGoogle Fiber. Erste Nutzer inKansas City (Kansas) undKansas City (Missouri) können mit der entsprechenden Netzwerk-Box einen Internetanschluss mit bis zu 1 Gbit/s Download und Upload erhalten, sowie bis zu 173 Fernsehkanäle empfangen.[77]
Im August kündigte Google an, die MobilfunksparteMotorola Mobility vonMotorola für 12,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.[78] Anfang 2014 wird die Marke Motorola für 2,9 Milliarden US-Dollar an Lenovo verkauft.[79]
Im September gab Google die Übernahme vom Couponing-PortalDailyDeal und vonZagat Survey bekannt.[80] Der 1979 gegründete Restaurantführer soll das AngebotGoogle Places ergänzen.
2011 steigerte Google seine Ausgaben fürLobbying deutlich. Von April bis Juni 2011 investierte Google in den USA 2,1 Millionen US-Dollar in die Einflussnahme, 2010 im selben Zeitraum dagegen 1,34 Millionen US-Dollar.[81] Als Hintergrund werden Schritte derFederal Trade Commission angesehen, evtl. eine Untersuchung über Googles Vormachtstellung im Internet anzustrengen.[82]
Google hat sich im Rahmen des newTLD-Programms bei derICANN um die Vergabe zahlreicherneuer Top-Level-Domains beworben. Dazu gehören unter anderem .google, .youtube, .docs, .lol, .blog, .chrome und .gmail sowie .store.[83] Mit insgesamt 101 Anträgen ist Google Spitzenreiter vorAmazon.[84] Google firmiert unter den Bewerbungen allerdings alsCharleston Road Registry Inc., eine Tochtergesellschaft von Google, die nur für die Vergabe neuer TLDs gegründet wurde.[85] Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass das Unternehmen drei seiner Bewerbungen zurückgezogen hat, da diese nicht den Richtlinien der ICANN entsprochen haben.[86]
Im Juni 2012 hat Google den Messengerdienstmeebo gekauft.[87] Einige Funktionen des Dienstes wurden in Google-Produkte integriert.
Im September 2012 gab Google die Übernahme des deutschen UnternehmensNik Software bekannt. Diese ist vor allem für ihre iOS-AppSnapseed bekannt, dieInstagram sehr ähnelt. Die Akquisition wird gemeinhin als Angriff auf Facebook gesehen, das Instagram im April 2012 erworben und in zahlreiche eigene Dienste integriert hat.[89]
Im November 2012 wurdeIngress vorgestellt, zunächst in Form einer geschlossenenBeta-Version. Das Spiel dreht sich um einevirtuelle Welt, die teilweise (je nach erreichtem Level) mit der echten Welt verschmelzen soll. Ingress wurde als erstesAlternative-Reality-Spiel für Smartphones überhaupt eingestuft und erfuhr daher eine breite mediale Beachtung. Entwickler istJohn Hanke, ehemaliger Leiter der Abteilung fürGeodaten bei Google.[90]
Im Dezember 2012 wurde das ProgrammGoogle Business Photos gestartet. Teilnehmende Unternehmen können von ausgewählten Fotografen professionelle Bilder der jeweiligenNiederlassung und deren Räumlichkeiten erstellen lassen, die anschließend als Galerie auf Google veröffentlicht werden. Das Angebot ist eng mitGoogle Maps undGoogle+ Local verknüpft, wo Unternehmen bereits eigene Profile hinterlegen können.[91]
DasChromebook Pixel wurde am 21. Februar in San Francisco vorgestellt.[92] Im Vergleich zu früherenChromebooks zeichnet es sich vor allem durch seinen hochauflösenden Bildschirm mitTouchscreen aus, außerdem kann optional einLTE-Modul konfiguriert werden. Das Notebook wurde zunächst überGoogle Play imVereinigten Königreich und denVereinigten Staaten verkauft.[93]
Im März des Jahres veröffentlichte Google unter dem NamenGoogle Keep einen Dienst zur Verwaltung vonNotizen und Aufgaben.[94] Zu Beginn stand neben einer webbasierten Oberfläche nur eine Anwendung fürAndroid zur Verfügung, später sollen laut Google auch andere Plattformen abgedeckt werden. Der Dienst steht in direkter Konkurrenz zuEvernote,Wunderlist undMicrosoft OneNote.[95]
Anfang April stellte Google denKontoinaktivität-Manager vor. Mit seiner Hilfe können Nutzer festlegen, was mit ihrem Google-Konto geschehen soll, wenn es nicht mehr genutzt wird und der Inhaber beispielsweiseverstorben ist. In diesem Fall wird es nach einem festgelegten Zeitraum an Dritte übergeben und ggf. komplett gelöscht.[96] Ob Inaktivität vorliegt oder nicht, entscheidet Google anhand diverser Faktoren, etwa der Nutzung des Android-Handys oder des Webprotokolls.[97][98]
Im Juni gab GoogleProject Loon bekannt: Mit Hilfe untereinander vernetzterHeißluftballons möchte das Unternehmen Gegenden mit einemInternetzugang versorgen, die bisher nicht anderweitig erreicht werden. InCanterbury (Neuseeland) wurde ein Testlauf mit 30 modifiziertenWetterballons durchgeführt, der nach eigenen Angaben eineÜbertragungsrate vergleichbar mitUMTS erreichte und 50 Haushalte dauerhaft versorgen soll.[99]
Ende 2013 übernahm Google das UnternehmenBoston Dynamics, das Robotiksysteme für das US-Militär entwickelt.[100]
Anfang 2014 kaufte Google den Thermostat- und FeuermelderherstellerNest Labs.[102]
Im April 2014 übernahm GoogleTitan Aerospace. Das Unternehmen stellt Spezialdrohnen her, die in großer Höhe satellitentypische Funktionen ausüben.[103]
Im Juni 2014 kaufte Google das UnternehmenSkybox Imaging, ein Raumfahrtunternehmen, das hochauflösende Satellitenfotografie anbietet.[104]
Seit August 2015 gehört Google durch eine Umstrukturierung zu der neu gegründeten Holding-DachgesellschaftAlphabet Inc., die von Larry Page und Sergey Brin geleitet wird. Diverse Tochterunternehmen und Abteilungen, darunterCalico,Nest Labs,X,Google Fiber, Google Capital undGoogle Ventures, werden ausgegliedert und direkt Alphabet untergeordnet.
Im März 2017 kaufte Google das Data-Science-PortalKaggle.[109]
Im September 2017 kaufte Google Teile des Smartphone-HerstellersHTC für 1,1 Milliarden US-Dollar. In diesem Deal sind auch die Rechte von HTC inbegriffen.[110]
Am 1. September 2017 gabGoogle Inc. ihre Umbenennung inGoogle LLC bekannt.[111]
Im März 2025 vereinbarte Google die Übernahme des aufInformationssicherheit im BereichCloud Computing spezialisierten UnternehmensWiz mit rund 950 Mitarbeitern für 32 Milliarden US-Dollar in bar (nicht durch Aktientausch), der bis dahin größte Zukauf der Unternehmensgeschichte. Erste Verhandlungen zur Übernahme des 2020 gegründetenStart-up-Unternehmens waren im Sommer 2024 gescheitert, damals stand ein Kaufpreis von 23 Milliarden US-Dollar im Raum. Wiz wird nach Abschluss der Transaktion in dieGoogle Cloud Platform eingegliedert.[114][115][116]
Am 29. April 2004 verkündete das Unternehmen den Gang an die US-Börse. Die Online-Registrierung für denBörsengang (IPO), von dem man sich einen Erlös von 3,3 Milliarden US-Dollar erhoffte, begann am 1. August. Der ursprünglich geplante Ausgabepreis von 108 bis 135 US-Dollar je Aktie musste auf 80 bis 85 US-Dollar gesenkt werden, bevor die Aktie am 19. August 2004 zum ersten Mal in den Handel kam. Bereits am ersten Handelstag stieg der Kurs auf über 100 US-Dollar und machte damit Larry Page und Sergey Brin, die jeder etwa 38 Millionen Aktien hielten, zu Multimilliardären.
Am 18. November 2005 kletterte die Aktie über die 400-US-Dollar-Marke. Bei 179.123.000 ausgegebenen Aktien hatte Google damit einen Marktwert von 112 Milliarden US-Dollar. Aufgrund des hohen Börsenkurses übertraf Google große Konzerne wieCoca-Cola,IBM,Cisco oderTime Warner. Die Google-Gründer befanden sich nun in den Top 20 der reichsten Menschen der USA.[117]
Am 24. Oktober 2006 überstieg der Google-Marktwert 150 Milliarden US-Dollar. Damit war Google weit mehr wert als das Branchenschwergewicht IBM.[118][119] Die Aktie des Unternehmens kletterte am 22. November 2006 über die 500-US-Dollar-Marke. Bei 179.123.000 ausgegebenen Aktien hatte Google damit einen Marktwert von 156 Milliarden US-Dollar. Damit rangierte Google auf Platz 14 der US-Unternehmen und weltweit auf Platz 3 derIT-Unternehmen.[120]
Am 19. Oktober 2007 kletterte Googles Marktwert auf über 200 Milliarden US-Dollar.[121] Damit rangierte Google auf Platz 2 hinter Microsoft (293 Milliarden US-Dollar) der weltweiten IT-Unternehmen[122] und auf Platz 10 aller US-Unternehmen.[123] Die Aktie war am 31. Oktober 2007 innerhalb von drei Wochen von 600 US-Dollar auf 700 US-Dollar gestiegen, der Marktwert lag damit bei 220 Milliarden US-Dollar. Google zog so 2007 anProcter & Gamble (218 Milliarden US-Dollar), derBank of America (214 Milliarden US-Dollar) und dem weltgrößten AutomobilherstellerToyota (204 Milliarden US-Dollar) vorbei.[124]
Insgesamt gibt es 313 Millionen Aktien von Google. Der Wert der Aktie lag Anfang 2007 bei mehr als 500 US-Dollar. Ende 2007 erreichte die Aktie ein Allzeithoch von über 700 US-Dollar.[125] DerBörsenwert betrug am 17. März 2008 rund 84 Milliarden US-Dollar; der Börsenkurs lag an diesem Tag bei etwa 268 US-Dollar pro Aktie. Das zweite Quartal 2012 war sehr erfolgreich und der Gewinn betrug 2,8 Milliarden Dollar, bei einem Aktienkurs von 550 Euro.[126][127]
Das Logo ist der Firmenname „Google“, geschrieben in vier Farben: blau für die beiden Buchstaben „G“ und „g“, rot für das „o“ und „e“, gelb für das zweite „o“ und grün für das „l“. Die Schriftart –Catull (verwendet für das Logo von 1999 bis 31. August 2015) – wurde 1982 vonGustav Jäger für dieH. Berthold AG gestaltet.[128] Das Logo wurde einige Male leicht verändert. Mit dem Logo ab 1. September 2015 verabschiedet sich Google von denSerifen und verwendet „Product Sans“ als neue Schriftart.[129]
Erstes Logo (September 1998)
Zweites Logo (1998)
Drittes Logo bis 1999
Viertes Logo bis zum 5. Mai 2010
Fünftes Logo bis zum 19. September 2013
Sechstes Logo bis zum 31. August 2015
Siebtes Logo seit dem 1. September 2015
Am 27. September 2019 widmete sich Google selbst ein Google-Doodle zum „21. Geburtstag von Google“.
Um das umfassende Produktportfolio zu schützen, meldete Google im Jahr 2007 595Patente und Gebrauchsmuster an. Durch die Akquisition vonMotorola Mobility und weiteren Unternehmen ist davon auszugehen, dass die Zahl der Patente, welche im Besitz von Google sind, deutlich höher ist.
MitGoogle.org besteht seit 2005 neben dem Unternehmen einekaritative Einrichtung, welche als „philanthropischer Arm von Google“ bezeichnet wird.[130] Das Startkapital betrug 1 Milliarde Dollar. Ihr Ziel ist es, gewinnbringend in verschiedene vorhandene Projekte zu investieren, aber auch eigene Unternehmungen anzugehen. Google.org will vor allem Bereiche wie globale Armut, Energie und Umweltschutz abdecken. Zu den bekanntesten Projekten zählt dieGoogle Vermisstensuche und die geplante Mitentwicklung einesHybridautos. Derzeitiger Direktor ist der Arzt und EpidemiologeLarry Brilliant, Gründer und Leiter derSeva Foundation.
Im Februar 2011 wurde bekannt gegeben, dass inBerlin ein neues Forschungsinstitut aufgebaut werden soll.[134] Anlässlich der Gründungsveranstaltung erläuterte Googles Rechtsvorstand David Drummond in einem Gastbeitrag fürZeit Online, welche Absichten der Konzern bei diesem Engagement verfolgt:„[Wir möchten] die Interaktion zwischen Internet, Wissenschaft und Gesellschaft besser verstehen. Wir benötigen dazu die Hilfe von wissenschaftlichen Experten […] Wenn wir sicherstellen möchten, dass Forschung auch in Zukunft auf einer nachhaltigen Grundlage basiert und ihren Platz auf der Agenda der Entscheidungsträger behält, dann muss die Öffentlichkeit stärker einbezogen werden.“ (25. Okt. 2011[135])
Google Data Center inThe Dalles, Oregon. Im Vordergrund die Hochspannungsanlage zur Stromversorgung
Google betreibt weltweit eine Reihe vonRechenzentren, die jeweils die komplette Funktionalität der Suchmaschine enthalten. Eine Benutzeranfrage wird, gesteuert durch dasDomain Name System, im Idealfall an dasnetztopologisch nächste Rechenzentrum – nicht immer mit dem geografisch nächstgelegenen identisch – geleitet und von ihm beantwortet. Fällt ein Rechenzentrum ganz aus, übernimmt ein anderes seine Aufgaben.
Jedes Rechenzentrum besteht aus einemRechnerverbund (Cluster). Die verwendeten Rechner sindIBM-kompatiblePersonal Computer, bestehen also aus preiswerten Standardkomponenten. Hier kommt das selbstentwickelteGoogle File System zum Einsatz, eineverteilte Architektur, bei der alle Daten mehrfachredundant auf verschiedenen Geräten gespeichert sind. Ist einer der Rechner oder nur eine Festplatte eines Rechners ausgefallen, werden die entsprechenden Daten von einer anderen Stelle im Cluster auf einen Ersatzrechner kopiert, und die ausgefallene Hardware-Komponente kann im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne dass Ausfälle entstehen. Das Gesamtsystem istskalierbar, d. h., dass nach Bedarf weitere Rechner und Festplatten hinzugefügt werden können.
Man schätzt, dass Google über etwa eine Million Server verfügt (2011).[141]
Google veranstaltet jährlich denGoogle Summer of Code und hilft dabei innovativen Softwareprojekten u. a. finanziell. Außerdem sponsert Google dieAI Challenge, einen Programmierwettbewerb im Bereich künstlicher Intelligenz. Zudem werden jedes Jahr mehrere Entwicklerkonferenzen abgehalten. Dazu gehören dieGoogle I/O und derSummer of Code.
Google steht im Umgang mit demDatenschutz öfter in der Kritik. Zu weiteren Kritikpunkten am Unternehmen gehören stattfindende Filterung aus der Ergebnisliste der Suchmaschine, der Umgang mit der Konkurrenz, Urheberrechtsverletzungen, Steuerflucht und eine(Quasi-)Monopolstellung in den USA und vielen weiteren Staaten[142]. Weiterhin beteiligt sich Google seit 2017 am Militärprojekt Maven desUS-Verteidigungsministeriums zur automatisierten Zielerfassung mittels künstlicher Intelligenz.[143]
Im ThrillerToggle wurde das Unternehmen vonFlorian Felix Weyh 2012 als „Toggle Inc.“ fiktionalisiert. Der Konzern betreibt im Roman über das Suchmaschinengeschäft hinaus einen Dienst namens „Toggle Democracy“, der aufgrund gespeicherter Daten seiner Nutzer deren individuellen Menschenwert errechnet und damit politische und wirtschaftliche Privilegien bzw. Nachteile verknüpft.[144][145][146] Das demokratische Prinzip „one man, one vote“ wird im Roman außer Kraft gesetzt. Ähnlichedystopische Erwartungen äußerte Weyh u. a. bereits 2007 in seinem SachbuchDie letzte Wahl.
In der US-amerikanischen FilmkomödiePrakti.com (OriginaltitelThe Internship) fangen zwei Arbeitslose in den Mitt-Vierzigern ein Praktikum bei Google an. Das Unternehmen ist nicht an der Produktion des Films beteiligt, trotzdem durfte ein Teil des Filmes imGoogleplex, dem Unternehmenssitz von Google, gedreht werden. Der überwiegende Teil entstand jedoch auf dem Campus desGeorgia Institute of Technology inAtlanta,Georgia.
Jeff Jarvis:Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert. Heyne, 2009,ISBN 978-3-641-09261-0 (isbn.de – englisch:What would Google do? New York, NY: HarperBusiness,ISBN 978-0-06-170971-5. Übersetzt von Heike Holtsch).
Theo Röhle:Der Google-Komplex: über Macht im Zeitalter des Internets, Transcript, Bielefeld 2010,ISBN 978-3-8376-1478-7 (Dissertation Uni Hamburg 2010, 261 Seiten).
Bernd M. Samland:Der Google-Effekt: die Bildung markenspezifischer Verben, Logos, Berlin 2010,ISBN 978-3-8325-2374-9 (Dissertation Universität Rostock 2010, 182 Seiten).
Steven Levy:Google Inside. Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verändert. mitp, Heidelberg 2012,ISBN 978-3-8266-9243-7. (Amerikanische Originalausgabe:In the Plex. How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives. Simon & Schuster, New York 2011).
Thomas Schulz:Was Google wirklich will. Wie der einflussreichste Konzern der Welt unsere Zukunft verändert. 3. Auflage. Penguin, München 2017,ISBN 978-3-328-10143-7. (Die deutsche Originalausgabe erschien erstmals 2015 bei derDeutschen Verlags-Anstalt in München)
Scott Galloway:The Four. Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google. Plassen, Kulmbach 2018,ISBN 978-3-86470-487-1. (Amerikanische Originalausgabe:The Four. The Hidden DNA of Amazon, Apple, Facebook and Google. Portfolio/Penguin, New York 2017,ISBN 978-0-7352-1365-4)
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↑spiegel.de: für März 2007: „1. Google (528 Millionen Besucher) 2. Microsoft (527 Millionen Besucher) 3. Yahoo (473 Millionen Besucher) 4. Time-Warner (272 Millionen Besucher) 5. Ebay (256 Millionen Besucher) 6. Wikipedia (212 Millionen Besucher)“
↑Über den Kontoinaktivität-Manager. Hilfe. In: support.google.com. Google Inc., archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. November 2013; abgerufen am 21. Oktober 2024.
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↑welt.de: Google-Aktie knackt auch die 700-US-Dollar-Marke
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